Archiv von Oktober, 2011

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Neue OZ: Kommentar zu Marokko / Energie

Von News Aktuell am 31 - Oktober - 2011  NEWS ALERT ABO

Osnabrück (ots) – Kurs halten

Vielleicht ist es kein Zufall, dass die Desertec- Initiative ihren neuen Zeitplan kurz vor der aktuellen Marokko-Visite des deutschen Entwicklungsministers Dirk Niebel kundgetan hat. In vier Wochen wird dort gewählt. Desertecs Absichtserklärung und Niebels Hilfszusagen könnten dabei jenen Kräften helfen, die Marokko in der Nähe Europas sehen wollen. Sie könnten zudem König Mohammed VI. ermutigen, den Weg zu Reformen weiterzugehen, den er seit dem arabischen Frühling beschreitet.

Tatsächlich stehen die Chancen nicht schlecht, dass sich das Land bei dem ehrgeizigen Wüstenstrom-Vorhaben als zuverlässiger Partner erweist. Aber auch ein noch so aufgeschlossenes Marokko wird allein nicht reichen. Die europäische Staatsschuldenkrise und die Verunsicherung der Banken hätten zu keinem schlechteren Zeitpunkt kommen können. Damit Desertec Wirklichkeit wird, müssen die Europäer zu Hause Investitionssicherheit schaffen. Soll die Energiewende gelingen, müssen sie, weit über das Wüstenstromprojekt hinaus, sehr viel Geld einsetzen. Dazu bedarf es einer gesunden Finanzindustrie, die die nötige Liquidität bereitstellt. Europa täte gut daran, seine gegenwärtigen Probleme rasch zu lösen, um sich den eigentlichen Herausforderungen stellen zu können. Denn verglichen mit dem, was bei einem Scheitern der Energiewende droht, ist die Schuldenkrise harmlos.

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Neue OZ: Kommentar zu Kulturpolitik / Denkmäler

Von News Aktuell am 31 - Oktober - 2011  NEWS ALERT ABO

Osnabrück (ots) – Geschichte per Geschmacksurteil

Die Kieler Bestrebungen, den Denkmalschutz aufzuweichen, sind besorgniserregend. Schon wegen ihrer Signalwirkung: Wenn Schleswig-Holstein als erstes Bundesland wirtschaftlichen Erwägungen bei der Denkmalpflege einen Vorrang einräumt, wird das auch anderswo Begehrlichkeiten wecken.

Perfide ist aber vor allem die Willkür, mit der hier eine zeitliche Grenze für die Schutzwürdigkeit eingezogen wird. Die vorgeschlagenen Sonderregeln für Nachkriegsbauten entbehren zwar jeder architekturgeschichtlichen Begründung. Dafür setzen sie populistisch auf verbreitete Vorurteile. Ein schmuckes Wasserschlösschen findet schnell seine Lobby. Bei einem Zweckbau aus den 60er-Jahren haben Denkmalpfleger es dagegen schwerer, dabei hat auch er viel über seine Zeit zu erzählen.

Diese Tendenz per Gesetz zu verstärken hieße, die Geschichte dem Geschmacksurteil zu unterwerfen. Das wäre ein fataler Schritt in Richtung einer dekorativen Erinnerungskultur. Die Vergangenheit ist aber keine Puppenstube.

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Frankfurt (ots) – Man kann der hämischen Kritik der SPD kaum widersprechen, wenn sie darauf hinweist, dass 55.500.000.000 Euro kein Betrag sind, den die schwäbische Hausfrau in der Keksdose vergisst. Oder wenn sie süffisant insinuiert, das Bundesfinanzministerium (BMF) habe sich vor lauter Banken-, Euro- und Schuldnerstaaten-Rettung so an den Umgang mit Billionen gewöhnt, dass es einen mittleren zweistelligen Milliardenbetrag schon mal übersehe.

Es ist auch nicht illegitim, die Frage nach der politischen Verantwortung zu stellen. Immerhin unterliegt die Bad Bank der verstaatlichten Hypo Real Estate (HRE), die FMS Wertmanagement, in deren Bilanz der kleine Unterschied zwischen plus und minus allzu spät aufgefallen ist, der Aufsicht durch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) – beide gehören zum Beritt von Wolfgang Schäuble. Schließlich tun sich selbst Union und FDP schwer, angesichts des fürwahr unfassbaren Vorgangs die Contenance zu wahren. Sich wie die SPD schon mal auf den Finanzminister persönlich einzuschießen mag dennoch übertrieben sein. Der oberste Kassenwart der Nation ist für vieles verantwortlich, für Aufstellung und Prüfung der Zahlenwerke von Staatsbanken sicher nicht. Nebenbei: Auch sozialdemokratisches Spitzenpersonal bringt – wie einst Parteichef und Kanzlerkandidat Rudolf Scharping – schon mal brutto und netto durcheinander.

Am Fall FMS werden noch Legionen von Kabarettisten und ihr Publikum einen Heidenspaß haben. Doch leider lässt sich die Sache nicht als Lachnummer abtun. Selbst wenn sich die gigantische Korrektur des deutschen Schuldenstandes letztlich teilweise mit der Ausübung von Bilanzierungswahlrechten erklären lassen sollte (die dann freilich miserabel kommuniziert worden wäre): Soweit hier nennenswerte Fehlbuchungen vorgekommen sind, ist dies ein neuer handfester Skandal in der schon allzu langen Skandalgeschichte der HRE. Ein Skandal, bei dessen Aufarbeitung es nicht nur seitens der FMS-Verantwortlichen inklusive ihres prominent besetzten Verwaltungsrats, sondern nicht zuletzt seitens der Wirtschaftsprüfer reichlich Erklärungsbedarf gibt. Bisher zwei Stellungnahmen von PwC geben ja mehr Rätsel auf, als dass sie Fragen beantworten.

Das im Zuge der Dauerkrise ohnehin lädierte Vertrauen der Bürger in die Finanzwirtschaft und ihre Bilanzierung, in diverse Aufsichtsinstanzen und die Politik nimmt durch solche Vorgänge weiteren immensen Schaden. Woran und an wen kann man überhaupt noch glauben?

(Börsen-Zeitung, 1.11.2011)

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Frankfurt/Oder (ots) – Solche “Finanzspezialisten” haben uns gerade noch gefehlt. Und verpassen dem Ansehen der Finanzbranche endgültig den Gnadenstoß. Wenn es nicht einmal mehr Leuten, die andauernd mit Aktiva und Passiva zu tun haben, gelingt, Forderungen und Verbindlichkeiten richtig zu sortieren und sie zudem Kursgewinne von Wertpapieren als Verluste verbuchen, dann muss man sich über Staatshaushalte, die keinem genauen Blick standhalten, nicht mehr wundern. Und man möchte sich nicht vorstellen, was sich wirklich hinter der “Hebelung” des Euro-Rettungsfonds verbergen könnte.

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Baden-Baden (ots) – Drei Preise gingen am Wochenende (30.10.) beim “Chicago International Children´s Film Festival” an TV-Produktionen des Südwestrundfunks (SWR). Mit dem “Best of Fest Award” wurde “Die Sterntaler”, eine Erstverfilmung des Grimmschen Stoffes für die ARD-Märchenfilmreihe “Sechs auf einen Streich”, ausgezeichnet. Die SWR-Familienserie “Tiere bis unters Dach” erhielt den Preis der Fachjury für Realfilme. Eine Kinderjury vergab außerdem an die SWR-Jugenddoku “Dienstags ein Held sein” den 2. Preis in der Kategorie “Realfilm”.

Das “Chicago International Children´s Film Festival” gehört zu den bedeutendsten Kinderfilmschauen der Welt und wird auch “Cannes für Kinder” genannt. Die 236 bei der Schau gezeigten Filme stammen aus 42 Ländern. Vergeben wurden Preise in 22 Kategorien. Das Festival fand zum 28. Mal statt.

“Die Sterntaler” (Regie: Maria von Heland, Buch: Rochus Hahn) zeigt, wie sich das Mädchen Mina (Meira Durand) auf den Weg macht, das Königspaar (Juliane Köhler, Thomas Loibl) um Gnade für ihr Dorf zu bitten. Am Ende zahlen sich Minas Mut und Mitgefühl aus. Der 60-minütige Film wurde von der Bavaria für den SWR produziert. Premiere hat der Film am 26. Dezember 2011 um 14.20 Uhr im Ersten.

In der SWR-Familienserie “Tiere bis unters Dach”, deren Folge 16 (“Der Wolf kommt”) in Chicago ausgezeichnet wurde, dreht sich alles um die Tierarztfamilie Hansen, die aus Hamburg in den Schwarzwald gezogen ist. In dem modernen 26-teiligen Schwarzwald-Bullerbü erleben die Kinder Greta (Enya Elstner) und Jonas (Fynn Henkel) spannende Abenteuer mit Tieren. Die Serie hatte 2010 Premiere im Ersten.

“Dienstags ein Held sein” ist eine 20-teilige Serie, in der Schüler ihre Traumberufe ausprobieren können: Immer dienstags stellt ein Coach den Jugendlichen neue Aufgaben, bei denen sie die Vorstellungen über ihren Berufstraum an der Wirklichkeit messen können. Die 2. Staffel der SWR-Jugenddoku wird ab 2. Januar 2012 im KI.KA zu sehen sein.

Fotos erhalten Sie unter www.ard-foto.de

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SWR-Pressekontakt: Katrin Grünewald, Tel 07221-929/3631,
katrin.gruenewald@swr.de 

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Bielefeld (ots) – Illegale Absprachen oder Domino-Effekt: Noch ist nicht geklärt, was hinter den durch die Hintertür erhöhten Waschmittelpreisen steckt. Aber die Hamburger Verbraucherschützer sind zu Recht misstrauisch. Sollte sich der Verdacht bestätigen, sind die Verbraucher gleich doppelt gekniffen – durch das Kartell einerseits und teurere Produkte andererseits. Die Waschmittelunternehmen sind dabei nicht die einzigen schwarzen Schafe. In der Cremedose ist plötzlich weniger Creme, in der Müslipackung weniger Müsli: Ganze 400 Produkte finden sich auf der Mogel-Liste der Verbraucherschützer. Viele der versteckten Erhöhungen werden übrigens von den Kunden selbst gemeldet. Das zeigt, dass sie nicht so leicht hinters Licht zu führen sind wie die Konzerne glauben. Trotzdem: Der Preisvergleich ist schwieriger geworden, seitdem 2009 die Standard-Packungsgrößen für Lebensmittel aufgehoben worden sind. Jetzt muss der Kunde die 400-Gramm- mit der 225-Gramm-Packung vergleichen. Sollten die Unternehmen das weiter ausnutzen, muss der Gesetzgeber überlegen, ob er die Änderung wieder zurücknimmt.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261 

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