Elektroautos: Sixt steigt ein

Von Bernd Korbach am 9 - Oktober - 2010  NEWS ALERT ABO

Sixt plant, rund 1.000 Elektroautos von German E-Cars zu kaufen, um ins Leasinggeschäft mit Stromern einzusteigen. Später sollen E-Fahrzeuge auch in der Vermietung angeboten werden, berichtet die “Wirtschaftswoche”.

Fiat-500-elektroauto-sixt in Elektroautos: Sixt steigt ein

Fiat 500 mit E-Antrieb von Sixt

Bei der Wahl der Fahrzeuge entschied sich Sixt nicht für das Produkt eines Automobilherstellers, sondern für einen nordhessischen Autozulieferer. Für den Aufbau eines bundesweites Leasingangebots mit Elektroautos kauft die Sixt Leasing, Konzerntochter des Münchner Autovermieters Sixt, nach Informationen des Wirtschaftsblattes in den kommenden zwei Jahren 975 Elektroautos vom Typ Stromos.

Entwickelt wurde das Fahrzeug vom Autozulieferer Fräger und gebaut von dessen Schwesterunternehmen German E-Cars. Bereits Ende des Jahres könnten die ersten Stromos an Sixt geliefert werden. Als Einstieg ins Elektroauto-Geschäft plant Sixt ein Leasingangebot primär für Unternehmen und Kommunen. Später sollen E-Fahrzeuge auch zum Fuhrpark der Leihwagenflotte gehören.

Erfahrungen mit der Vermietung von E-Autos sammelt Sixt derzeit mit einem umgerüsteten Fiat 500. Der Stromos basiert zwar auf dem Suzuki Splash, doch soll das Fahrzeug nur äußerlich und in der Sicherheitsausstattung dem herkömmlichen Modell gleichen.

German-E-Cars-Stromos in Elektroautos: Sixt steigt ein

German E-Cars Stromos

Der Antriebsstrang mit Bremsenergie-Rückgewinnung und Lithium-Ionen-Akkus wurde von Fräger neu entwickelt. Die Höchstgeschwindigkeit des Fünftürers wird mit 120 km/h angegeben; mit einer Batterieladung soll er einen Aktionsradius von mindestens 100 Kilometern haben.

Fräger bietet seinen Stromos zum Nettopreis von 35.000,- Euro an. Der gegenwärtig im Test laufende Fiat 500 ist mehr als 49.000,- Euro teuer. Dirk Fräger, Chef der Fräger-Gruppe, lässt gegenüber dem Magazin keinen Zweifel daran, dennoch Geld mit seinem Stromos zu verdienen.

“Als Mittelständler könnten wir es uns nicht leisten, draufzulegen.” Mit dem Fahrzeug beweise er, “dass man heute schon in Deutschland ein voll alltagstaugliches Elektroauto zu einem vertretbaren Preis bauen kann”. (auto-reporter.net/arie)

Foto: RWE (1), German E-Cars (1) / Web: sixt.de & german-e-cars.de

Ein Kommentar zu “Elektroautos: Sixt steigt ein”

  1. Wir vom Cleantech-Wirtschaftsmagazin Cleanthinking.de planen, vom 14. bis 21. Oktober 2010 die “Woche der Elektromobilität” im Rahmen der eCarTec auszurufen und alle Beiträge von Bloggern und (kleinen) Online-Magazinen zum Thema in einem entsprechenden Beitrag auf Cleanthinking.de zu sammeln und so einen einmaligen Überblick über die Branche zu liefern.

    Natürlich sind wir auf Hilfe angewiesen, denn es wird eine große Bandbreite an Berichten, Videos oder Podcasts geben. Wir würden uns sehr über jegliche Unterstützung für diese Aktion freuen.

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