Testwagen: Top Ten 2010 by Mario-Roman Lambrecht

Von Mario-Roman Lambrecht am 25 - Dezember - 2010  NEWS ALERT ABO

Nun ist es bald soweit: Das Jahr 2010 neigt sich dem Ende zu. Und damit auch ein Jahr, das, rückblickend auf geballte automobile Eindrücke, ein erfolgreiches war. Unser Fotograf Mario-Roman Lambrecht hat eine persönliche Hitliste seiner angenehmen Arbeitsgeräte zusammengestellt.

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BMW 535i

Es war alles dabei: Vom schnittigen Audi R8 V10 über den sexy Ferrari California bis hin zum seriösen, aber dennoch sportlichen BMW 5er. Doch ein paar dieser Automobile tanzten dieses Jahr besonders aus der Reihe. Hier die persönliche Top Ten des Jahres 2010.

Platz 10 – Opel / Vauxhall Corsa OPC

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Opel / Vauxhall Corsa OPC

Ein Fronttriebler in meinen Top Ten? Ich war hin und her gerissen, ob es nun der aggressiv verspoilerte Ford Focus RS, der überperfekte Golf GTI oder eher der niedliche, unscheinbare Corsa OPC werden sollte. Schlussendlich bekam der Opel / Vauxhall Corsa OPC den Vorrang. Denn er eroberte nicht nur mein Herz, sondern überraschte jeden mit seiner quietschfidelen Art. Und seinen für die kleine Größe doch recht imposanten 192 PS. Auch das Preis- Leistungsverhältnis stimmte hier einfach. Ein Flitzer zum Kurvenballern.

Platz 9 – BMW Z4 sDrive35i

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BMW Z4 sDrive35i

Wie perfekt abgepasst der Termin für den Z4 doch war. Pünktlich zum Frühling kam bei der Abholung aus Garching die Sonne heraus. Eine rasante aber doch erstaunlich komfortable Heimfahrt nach Hamburg war die Folge. Der Z4 darf sich wohl als erste gelungene Symbiose aus Roadster und Coupé bezeichnen. Anders als beim, meiner Meinung nach, eher misslungenen 3er Cabriolet, ist das Stahldach dem Roadster wie auf den Leib geschnitten. Zusammen mit dem grandiosen Reihensechser, der sich unter der langen Schnauze verbirgt, genoss ich drei wunderschöne Wochen. Der Abschied fiel mir sehr schwer.

Platz 8 – Opel Insignia OPC

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Opel Insignia OPC

Noch ein Opel in der Liste? Nun ja, ganz ehrlich – man könnte fast meinen, die Krise war für die Opel Ingenieure der Punkt, wo sie endlich mal wachgerüttelt wurden. Der Insignia ist einfach ein gelungenes Stück Automobil mit einer Topverarbeitung. Dazu noch eine Prise Opel Performance Center und der Rüsselsheimer lässt 325 allradgetriebene Pferde aus einem drehmomentstarken V6 heraus poltern. Dabei dröhnt, peitscht und bollert er bei jedem Schaltwechsel und das Zwischengas klingt vergnügt vor sich hin. Geil! Leider bekam “Sigi” neuerdings einen Maulkorb verpasst, was ein wenig seiner Charakteristik eingebüßt hat. Dennoch – der “ReStart” hat Opel gut getan. Weiter so!

Platz 7 – Audi A8 4.2 TDI

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Audi A8 4.2 TDI

Mal ehrlich. Audi baut wirklich Superautos, doch momentan nervt dieser Hype schon ein wenig. Dieser Audi aber hat das gewisse Etwas. Mit 5,30 Außenlänge habe ich es noch nicht mal gewagt, in meine Tiefgarage zu fahren. Doch gerade die Langversion schafft es wieder, diesen “Chef-Faktor” hervorzuheben. Wirkt der normale A8 eher wie ein übergroßer A4, sind es genau die paar Centimeter mehr, die ihn einfach cheffiger wirken lassen. Dazu kommt eine wirklich absolut perfekte Verarbeitung mit hochwertigen Materialien und ein Dieselmotor, der seinesgleichen sucht. Der 4.2 TDI presst die Passagiere bei Bedarf fest ins Leder und verbrauchte dabei gerade mal acht bis zehn Liter. Einfach perfekt. Wenn da der hohe Preis nicht wäre ….

Platz 6 – Lexus IS-F

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Lexus IS-F

Jeder der mich kennt weiß: Porsche und Lexus das sind meine Favoriten. Lexus sogar ganz besonders, weil ich damit quasi aufgewachsen bin. Wir waren damals eine der ersten Familien, die mit einem Lexus LS400 in Deutschland herumgekurvt ist. Nun hat Lexus nicht nur butterweiche Hybrid-Sänften oder nervig klappernde Diesel im Programm, sondern auch einen echten M3 Konkurrenten: Den IS-F. Mit Achtgang Automatik, 5,0 Liter V8 und 420 Pferden auf der Hinterachse ein wahrhaft spaßiger Geselle. Leider war die Automatik noch nicht ganz perfekt abgestimmt, einen Handschalter gibt es gar nicht erst zu ordern. Doch das Facelift ist gerade rausgekommen. Hoffen wir mal, dass die Macken beseitigt wurden.

Platz 5 – Audi S5 Coupé

Audi-s5 in Testwagen: Top Ten 2010 by Mario-Roman Lambrecht

Audi S5 Coupé

Na huch – der Roman war doch in Marbella und hat den RS5 ordentlich auf der Rennstrecke geprügelt. Wieso kommt jetzt der S5 in die Wertung? Ganz einfach; der RS5 ist mitnichten ein Super-Gran Tourismo, dem zum echten M3 Konkurrenten aber noch einiges fehlt. Der S5 hingegen fühlt sich einfach besser an. Besonders mit der perfekten Sechsgang-Schaltung und dem bassigen V8 geht er schnell zur Sache. Die Traktion ist dank Quattro kein Thema und auch dem Designer sei gedankt: Dieses Auto würde selbst vor einer Mülltonne noch wunderschön aussehen. Der derzeit schönste Audi. Wunderbar!

Platz 4 – Porsche 911 Turbo (997 Facelift)

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Porsche 911 Turbo (997 Facelitft)

Normalerweise ist ein Porsche bei mir immer in den Top Drei zu finden. Doch dieses Mal musste er sich – emotional gesehen – der Konkurrenz geschlagen geben. Der Porsche 911 Turbo ist der Vorzeigesportwagen. Ein höchstes Maß an Perfektion und die Visitenkarte, wenn es um deutsche Ingenieurskunst geht. Ein echtes Supercar mit Straßenzulassung, das sich bequem zur Nordschleife fahren lässt. Um dann per Knopfdruck zum Monster auf vier Rädern zu werden. 500 Boxer PS sorgen bei jedem Kickdown für ein Anschwellen der Grinsmuskulatur. Wenn es um den perfekten Mix geht, dann kommt kaum einer an diesem klassischen Porsche 911 Turbo vorbei. Grandios.

Platz 3 – Aston Martin Rapide

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Aston Martin Rapide

Aston Martin- allein dieser Name bringt mich schon zum Schwärmen. Doch bisher war es mir nicht vergönnt, mal länger mit einem zu schmusen. Das musste schleunigst geändert werden. Und zwar in Form des Aston Martin Rapide – dem derzeitig einzigen Viertürer, der sich ohne jede Scham wirklich als viertüriges Coupé bezeichnen lassen darf. Was für eine Eleganz. Ein grandioser 12-Zylinder treibt die 1,8 Tonnen Leergewicht fast mühelos voran und lässt dabei einen Sound zum Niederknien aus den Endrohren ertönen. Und: Ein Auto ohne jeglichen Neidfaktor. Ich habe vieles erlebt und schon die bösesten Sprüche abbekommen – aber dieses Auto liebt einfach jeder.

Platz 2 – Dodge Challenger SRT-8

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Dodge Challenger SRT-8

Und noch eine Premiere. Ein echtes Muscle Car in der Garage? Retro-Welle sei Dank, machte Dodge mir dies möglich und stellte den Challenger in seiner bissigsten Variante, als SRT-8, zur Verfügung. Doch statt erwarteter Unfahrbarkeit auf deutschen Straßen, überraschte der riesige Panzer mit einem ausgewogenen Fahrwerk, viel Platz und einer soliden Verarbeitung.  Einziger Wermutstropfen dabei war der maue Sound. Ein Ami muss blubbern und sprotzeln, sonst fehlt da einfach was. Liegt vielleicht auch daran, dass der Challenger mittlerweile in Kanada gebaut wird. Wie auch immer, es war ein hochemotionaler Trip mit dem Kleinen und ich habe ihn wirklich sehr sehr ungern hergegeben.

Platz 1 – Jaguar XKR Convertible

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Jaguar XKR Convertible

Man drücke einen pulsierenden Knopf und heraus kommt eine wild fauchende Mieze, die auf ihren Auslauf besteht. Grantige 510 Pferde aus einem Kompressor geladenen V8 geben hier den Ton an. Und das ist wortwörtlich gemeint. Denn was hier raus gedonnert wird, erinnert eher an ein Brüllen als an ein Fauchen. Mit einem knackigen Fahrwerk und genügend Power auf der Hinterachse, stürmte diese böse Katze mit weitem Abstand auf Platz eins meiner Top Ten. Dass ich den XKR dann auch noch mal in Los Angeles fahren konnte, gab dieser Bewertung noch mal eine Extradosis Kitty-Essenz!  Hut ab: Jaguar hat die Emotionen wieder entdeckt und kratzt jetzt gewaltig die Kurven. Miau!

Fotos: Mario-Roman Lambrecht / Web: marioroman.de

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