Ferrari ist mehr als nur Rot…

Von Prestige Cars Redaktion am 31 - Juli - 2011  NEWS ALERT ABO

Bereits in den ersten Tagen der automobilen Rennsportgeschichte stand die Farbe Rot traditionell für italienische Fahrzeuge und Fahrer. Nachdem in den 1960er Jahren das Sponsoring in der Formel 1 Einzug hielt, waren die Farben der Rennwagen mehr und mehr fremdbestimmt.

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Ferrari ist mehr als nur Rot...

In der Folgezeit blieb Ferrari der einzige Konstrukteur, der – der Tradition folgend -  seine Monoposti weiterhin ausschließlich in klassischem Rot lackierte. In der Konsequenz wurden Ferraris Serienfahrzeuge und Sportwagen immer mit dieser Farbe in Verbindung gebracht.

Es gab sogar ein Sprichwort in der Gegend um Modena in dem dort vorherrschenden Dialekt, welches lautete: “Cinc sghei püssè ma russ.” (= “Ein paar Lire mehr, hauptsache Rot.”) So wurde Rot für lange Zeit nahezu als Pflichtfarbe beim Kauf eines Ferraris angesehen. Und tatsächlich, zu Beginn der 1990er Jahre waren 85% aller produzierten Ferrari rot.

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Ferrari ist mehr als nur Rot...

Dieses Käuferverhalten hat sich nun grundlegend geändert. So hat es in der letzten Zeit einen sprunghaften Anstieg bei der Popularität von Zweiton-Lackierungen, meist in Kontrastfarben für Dach und Karosserie, gegeben. Die Zweiton-Lackierung hat es jedoch bereits in der Vergangenheit gegeben. Ein Beispiel ist der Ferrari 250 GT von 1957.

Dieser wunderschöne Sportwagen verfügt über eine weiße Karosserie in Kombination mit einem grünen Dach. Er hat 2009 beim “Concorso d’Eleganza Villa d’Este” und 2010 beim “Palm Beach Cavallino Classic Concours d’Elegance” im Umfeld von weiteren hochklassigen Fahrzeugen Preise gewonnen und viel Beifall geerntet.

Ferrari bietet seinen Kunden die Option der Zweifarben-Lackierung bereits seit einigen Jahren an. Eine Entscheidung, die sowohl die Eleganz der Gran Turismo Fahrzeuge als auch die Kraft der extremen Sportwagen im Modellprogramm unterstreichen soll.

Erst kürzlich wurde von Ferrari eine moderne Lackiertechnik entwickelt und eingeführt, die den Fahrzeugen einen hoch glänzenden Schimmer verleiht. Es handelt sich dabei um die sogenannte Dreischicht-Technik, bei der der Lack in drei einzelnen Farbschichten aufgetragen wird, um der Lackierung eine bedeutend tiefere und lebhaftere Brillanz zu geben, als dies mit Hilfe einer herkömmlichen Metallic Lackierung erreicht werden könnte.

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Ferrari ist mehr als nur Rot...

Diese Fahrzeuglackierung zeichnet sich aus durch ein schillerndes Finish, das vor allem unter Sonnenlicht aus verschiedenen Blickwinkeln erlebbar wird. Bei Kombination der Dreischicht-Technik mit der Zweiton-Lackierung ist das Ergebnis ganz besonders eindrucksvoll.

Eine weitere Option ist im Rahmen der Personalisierung erhältlich: Die Möglichkeit, ein eigenes Farbmuster zu liefern, nach dem die Farbe des Fahrzeugs individuell hergestellt wird. Dieses Farbmuster kann von jedem Gegenstand genommen werden, den der Kunde besitzt oder der ihm besonders am Herzen liegt. Dies ist heutzutage eine sehr beliebte Option und zeigt zugleich, dass die Farbauswahl unbegrenzt ist.

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Ferrari ist mehr als nur Rot...

Seit 2004 beherbergt das Werk in Maranello eine Lackiererei zur Herstellung von wasserbasierten Lacken, die die neuen EU Emissions- und Energie-Standards erfüllt. Die Verbindung von Spitzentechnologien in der Herstellung und unschätzbar wertvollen Informationen aus dem historischen Firmenarchiv ermöglicht es Ferrari heute, einen Katalog aus zehn exklusiven “historischen” Farben der klassischen Modelle aus den 1950er und 1960er Jahren anzubieten.

Diese Liste beinhaltet sinnträchtige Namen wie Blu Scozia, eine elegante dunkelblaue Pastellfarbe, die häufig auf Fahrzeugen der Tourist Trophy zu sehen war, des weiteren Avio Met, ein helles, sehr sportliches Blau oder Vinaccia,  eine Farbe, die durch Charakter und Persönlichkeit begeistert.

Zur gleichen Zeit hat Ferrari begonnen, die sogenannte “Challenge-Lackierung” anzubieten. Diese ist den Racing-Streifen auf den GT-Rennfahrzeugen nachempfunden und wurde erstmals als unverwechselbares Erkennungsmerkmal beim Ferrari 430 Scuderia angeboten. Diese wurden im Nu zu einem Hit bei allen Mittelmotor-Modellen und umfassen sowohl die von klassischen Rennfahrzeugen inspirierten Streifen, die der Unterscheidung der einzelnen Fahrer dienten, als auch die berühmte italienische Tricolore.

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Als Ergebnis dieser Entwicklung werden die Fahrzeuge bei Ferrari heutzutage in einer noch nie dagewesenen Auswahl an Farben hergestellt. Unnötig, zu erwähnen, dass das traditionelle Rot dennoch weiterhin vorherrschend bleibt – und in den letzten Jahren bei etwa 45% der gebauten Fahrzeuge die Farbe der Wahl darstellt.

Trotzdem wird bei den Kunden Individualität große geschrieben. Lagen Spezialbestellungen bezüglich der Farbe in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends noch bei etwa 1% der gesamten Produktion, so stieg diese Quote in 2010 auf über 10% an.

Ferrari – mehr als nur Rot…

Fotos / Web: ferrari.com

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