Hamburg (ots) – Piraten haben in dieser Woche erneut ein Schiff der Hamburger Reederei „Leonhardt Blumberg“ angegriffen. Nach Informationen des NDR Politikmagazins „Panorama 3“ nahmen sie vor der westafrikanischen Küste vier Crew-Mitglieder als Geiseln. Deutsche sind nicht darunter. Die Entführten stammen aus Russland, der Ukraine und der Republik Kiribati. Inzwischen hat die Reederei die Geiselnahme bestätigt.

Die „Hansa Marburg“ fährt unter liberianischer Flagge. Der Angriff ereignete sich bereits am Montag, 22. April, gut 200 Kilometer vor Malabo an der Küste von Äquatorialguinea in Westafrika. Alle weiteren Crewmitglieder sind wohlauf. Das Containerschiff ist mittlerweile auf dem Weg in den Senegal. Zu den Kidnappern hat die Reederei bisher keinen Kontakt. Über mögliche Lösegeldforderungen ist deshalb noch nichts bekannt. Keine Angaben machte die Reederei zur Frage, ob zum Zeitpunkt des Angriffes eine bewaffnete private Sicherheitsfirma an Bord des Schiffes war.

Im April 2009 war ein Schiff der Reederei „Leonhardt Blumberg“ vor der Küste Somalias entführt worden. Die „Hansa Stavanger“ war vier Monate in der Hand von Piraten. Eine gewaltsame Befreiung durch die Antiterroreinheit GSG 9 war damals geplant, kam aber nicht zustande. Letztlich verließen die Piraten das Containerschiff, nachdem sich die Reederei und die Entführer auf die Zahlung eines Lösegelds in Höhe von 2,75 Millionen US-Dollar geeinigt hatten. Die 24 Besatzungsmitglieder blieben unverletzt

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