Eisenach (ots) – Der Burschentag 2011 in Eisenach ist mit einem sehr gut besuchten Festkommers am gestrigen Samstag zu Ende gegangen.
Ein insgesamt positives Resümee der viertägigen Verbandstagung mit rund 1000 Teilnehmern zieht der Sprecher der Deutschen Burschenschaft, Stefan Dobner (Münchener Burschenschaft Arminia-Rhenania). “Der Burschentag war ein großer Erfolg trotz der scharfen Kritik im Vorfeld.” Es gab einen umstrittenen Antrag zu Aufnahmekriterien, der noch vor Beginn des Burschentages zurückgezogen wurde. “Es ist unfair und sachlich falsch, wenn einige Medien diesen umstrittenen Antrag als Meinung der Deutschen Burschenschaft darstellen. Entscheidend sind Beschlüsse, nicht Anträge”, sagte Dobner.
Was die Aufnahme in eine Burschenschaft angeht, zählt das tatkräftige Bekenntnis zur Burschenschaft, zu ihren freiheitlichen Traditionen und Werten, zum deutschen Vaterland und zur Kultur- und Schicksalsnation. Für die jüngere deutsche Generation ist das prägende historische Ereignis die Wiedervereinigung. Die Deutsche Burschenschaft setzt sich für das geeinte Deutschland in einem Europa der Vaterländer ein.
Erleichtert zeigt sich die Deutsche Burschenschaft, dass es in Eisenach zu keinen größeren Auseinandersetzungen und Beeinträchtigungen der Bevölkerung durch die angekündigten Störungen durch linke Krawalltouristen gekommen ist. “Von einer kleinen aggressiven Demonstration lassen wir uns nicht einschüchtern und unsere demokratischen Grundrechte auf Versammlungsfreiheit nehmen”, sagte Dobner. Die Deutsche Burschenschaft dankt der Polizei für ihren professionellen Einsatz. “Wir bedauern aber, dass eines unserer Mitglieder in der Nacht zum Samstag von ca. fünf mutmaßlichen Linksextremisten krankenhausreif geschlagen wurde.”
Eine begeistert aufgenommene Rede beim Festkommers hielt der Berliner Zeithistoriker Prof. Arnulf Baring. Er rief die Deutsche Burschenschaft dazu auf, in der Tradition ihrer freiheitlichen Ideale weiter für Demokratie und Meinungsfreiheit in Deutschland zu streiten. Zugleich betonte Baring, dass die Deutschen als größtes Volk in der Mitte Europas ein positives Selbstbild entwickeln müssten – auch mit Blick auf die notwendige Integration von Zuwanderern. Baring schloss seine Rede mit den Worten “Es lebe die Republik, es lebe Deutschland.”
Im Ergebnis hat dieser Burschentag die Deutsche Burschenschaft gestärkt, betont Dobner: “Statt der befürchteten Spaltung, die manche Medien offenbar auch gewünscht haben, haben die Diskussionen die Burschenschaft gestärkt in ihrem Willen, um eine gemeinsame Zukunft zu kämpfen”, bekräftigte er. “Unser Motto ist: Mit vereinten Kräften – und dieses Signal sendet der Burschentag von Eisenach zu den mehr als 100 Burschenschaften im Verband aus.”
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